Einleitung
Refactoring ist eines dieser Themen, von dem wir wissen, dass es sinnvoll ist – und trotzdem bleibt es im Alltag schwierig, dafür Zeit und Sicherheit zu finden. Besonders dann, wenn keine Unit Tests vorhanden sind, schwingt immer dieses kleine Risiko mit: „Was, wenn ich etwas kaputtmache?“
In dieser Learning Hour setzen wir genau hier an. Wir probieren gezielt sechs Core Refactorings aus, die du auch ohne vorhandene Tests sicher anwenden kannst. Diese kleinen, überschaubaren Schritte machen den Code leichter nachvollziehbar und helfen im besten Fall den Weg zu mehr Testbarkeit zu öffnen.
Das Format ist bewusst kompakt und interaktiv gehalten – ideal, um gemeinsam im Team zu lernen. Wenn du also schon immer Refactoring stärker in deinen Entwickler-Alltag bringen wolltest, aber dich gefragt hast, wie du anfangen kannst: Das hier ist eine einfache, praxiserprobte Methode mit überschaubarem Aufwand. Der zeitliche Aufwand für das Team liegt bei etwa 60 Minuten und basiert auf der bewährten 4C-Struktur:
- Connect (Einstieg und Aufwärmen)
- Concept (Konzeptvermittlung)
- Concrete (praktische Übungen) und
- Conclude (Abschluss und Reflexion)
Das Team lernt neue Fähigkeiten - wie in diesem Beitrag einfache Refactorings - schnell und eigenständig. Die Seite sammamcoaching bietet viele englischsprachige Quellen zum Thema und ist ein toller Einstieg.
Übersicht und allgemeine Hinweise zur Durchführung
Unten die Zeitplanung und mögliche Methoden für die Umsetzung. Der Fokus einer Learning Hour sollte immer auf Interaktivität und Praxis liegen.
| Phase | Inhalt | Methode | Dauer |
|---|---|---|---|
| Connect |
Eine Einsteigsfrage zum Reinkommen:
|
1-2-All | 8 Minuten |
| Concept | Teile alle Teilnehmer in kleine Gruppen ein. Jede Gruppe erklärt ein Refactoring aus einer Liste anhand von farigen Post-Its. | Expert Table | 20 Minunten |
| Concrete | Alle sechs core refactorings werden an einer code Kata geübt. | Team Programming mit Typist und Federated Navigator | 30 Minuten |
| Conclude | Schreibe eine Email an einen Teilnehmer: Was nimmst du mit und was kannst du direkt umsetzen? | Email schreiben wenn man wieder am Platz sitzt. | 2 Minuten |
Entscheidend für eine gute Learning Hour ist wie schon erwähnt die aktive Zusammenarbeit. Damit der eng getaktete Rahmen gut funktioniert, braucht es eine solide Planung und ein bewusst gewähltes Setting.
Meine persönliche Meinung: Vor Ort funktioniert es am besten – remote ist aber gut machbar.